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Re: feuchte Stroh



>> Wir haben im Projekt Haus der Zukunft versucht, eine lambda-Prüfung mit
>> feuchtem Stroh vorzunehmen. Dazu wird der Strohballen (oder ein Teil davon)
>> in einem Schrank mit 90% Luftfeuchtigkeit aufbewahrt, bis das Stroh keine
>> Feuchtigkeit mehr aufnimmt. Das hält erwartungsgemäß Stroh aber nicht aus.
>> Das Resultat waren Schwammerln (Pilze), Moder und zum Teil kompostiertes
>> Stroh.
> 
> Also, man sieht, daß nur die ,,freiluft`` Kondensation vermeiden ist nicht
> genug. Der Dampfdruck sollte viel niedriger als der für Sattdampf bei
> jeweiligen Temperaturen bleiben, um jede Beschädigung zu vermeiden.
> 
> Aber, um nahe zu den Winterbedingungen bei den Messungen zu gelingen,
> konnte man das Strohmuster im PE Sack im Kühlschrank halten, bei
> Temperaturen unten von 5 Grad und 100 % Feuchtigkeit, dann würde
> vielleicht die Kompostierung nicht so bald auftreten.
> Gleichgewichtsfeuchtigkeit mußt nicht erreicht sein, nur das Stroh sollte
> nachdem deutlich schwerer sein. Eine andere Möglichkeit ist, einfach das
> Strohmuster mit eine Menge Wasser zu bespritzen und im Sack ein Paar Tage
> zu lassen. Dann konnte eine Langzeitmessung folgen, bis das Stroh wieder
> trocken ist. 

Das wäre eine Möglichkeit. Allerdings entspräche das nicht der Norm.
Normprüfungen (um den 20% Zuschlag bei organischen Dämmstoffen zu vermeiden)
werden bei uns wie oben durchgeführt. Das hat die Baustofflobby
durchgesetzt.
> 
> (Es fielt mir an: gibt es ähnliche Messungen für Stroh und Feuchtigkeit
> Dynamik, als für Lehm im Minke's Lehmbuch?)
> 
> Es gibt auch eine Möglichkeit, die Lambda-werte in situ zu Messen, mit
> eine lineare Sonde, ein Link darüber hab ich gestern gesehen (aber nicht
> studiert):   
> Linkname: Thermal Conductivity Measurement Science, an overview of the
> state
> URL: http://www.hukseflux.com/thermal%20conductivity/thermal.htm

Das ist es, was im S-House geschehen soll. Hier werden Sonden in die Wände
gelegt, die "online" die Feuchtigkeit messen. Nach den dabei erhaltenen
Werten kann eine neue lambda-Messung durchgeführt werden, die repräsentativ
ist - soweit habe ich das verstanden.

>> Mehr dazu auf der Seite der GrAT: http://www.grat.tuwien.ac.at/ unter Nawaro
>>> S-House.
> 
> Das habe ich schon früher gelesen, es war ja am Programm des Treffens im
> Illmitz. Viel Information gibt es am
> http://www.grat.tuwien.ac.at/S-House.html
> aber nicht. Sie bemerken sogar nicht das Ziel, passivhaus Standard zu
> erreichen.

Ich weiß, dass hier mit näheren Infos noch gespart wird, das soll sich aber
bald ändern.
 
>> PS: Habt Ihr schon ein weiteres Strohballenhaus in Cz errichtet, außer dem,
>> das ich in der EU-Galerie habe? Gibt es auch eine Galerie auf Eurer
>> Homepage? Wenn ja, wie komm ich dort hin?
> 
> Ich sehe es in der EU-Galerie nicht, weiß nicht warum.  Das erste Haus
> (Häuslein) hat Stroh zwischen Brandziegel gesteckt, um Probleme mit
> Behörden zu vermeiden. Es steht im Ledenice bei Budweis, eine tschechische
> Beschreibung mit Bilder ist
> http://www.ecn.cz/rosa/dum2.html
> (ich wird den Autor fragen, um kurze Englische Sätze zum Fotos zu
> schreiben)

Das war ein Fehler meinerseits. Ich hab die CZ-Galerie noch nicht
installiert. Vielen Dank für den Link, die Bilder kenne ich noch nicht alle.
> 
> Über andere Beispiele wird ich fragen, es gibt bestimmt ein Vortragssaal
> der bequem und Trocken im ein Stadel eingebaut war. Bilder konnte ich
> jetzt nicht finden (nur ein Schlechter), wenn sie werden am Netz sein,
> schreibe ich. Es tut mir Leid, das die Leute, die sich den Stohballen
> wirklich schon ein Paar Jahre widmen, lesen selbst nicht Deutsch. Einige
> sollten das lernen, man braucht es wirklich.
> 
> sonnig, Jenik


Vielen Dank und liebe Grüße
Herbert Gruber