[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]

Re: lambda 10 ?



> Lieber Herbert,
> 
>> Was die Mailing-List betrifft, so existiert diese unter:
>> strawbale-l@eyfa...
> 
> ich bin jetzt auch da, danke.
> 
>> Was die Haftung auf liegenden Ballen in einer der Konstruktion vorgesetzten
>> Dämm-Ebene betrifft, so stimmt das. Wir haben auch schon in diese Richtung
>> gedacht. Einziger Nachteil dieser Konstruktion: die Wandstärke nimmt zu: 35
>> cm Stroh + 10 cm Konstruktionsebene (=Installationsebene) + 2x ca. 4 cm Putz
>> auf Putzträger und Holzlattung = 53 cm (siehe Grafik 2 auf Bild).
> 
> Das Bild ist schön, die Dicke ist immer ein Problem, man sollte aber
> genau bei thermischen Widerständen nicht sparen...
> 
>> Und was die Winddichtigkeitsfolie betrifft: diese ist KEINE Luftdichtung
>> oder Dampfbremse. Diese diffusionsoffene Folie verhindert lediglich die
>> Luftzirkulation in der Dämmschichte. Sd-Wert = 0,05 m. In diesem Sinne muß
>> die Folie außerhalb des Dämmstoffes sein. Die innere Dampfbremse wiederum
>> kann laut Tauwertberechnungen des Österr. Baubiologie-Institutes bei einer
>> Putzfassade entfallen, bei einer hinterlüfteten Holzfassade wäre sie von
>> Vorteil. Hier verwenden wir eine Kraftpapier-Dampfbremse mit Sd-Wert = 6,45
>> m. Diese ist innerhalb des Dämmstoffes, jedoch hinter der
>> Installationsebene. (siehe Grafik 1 auf Bild).
> 
> Das ist mir klar, das die äußere Folie ist verwendet nur gegen den Wind.
> Ich habe die luftdichte Ebene innen gemeint, die die Bauschaden durch die
> Dampfkondensation in die Konstruktion verhindert und fast komplette
> Wärmerückgewinnung bei kontrollierte Lüftung ermöglicht. Die Ebene, die
> geprüft mit Blower-door Test sein muß.
> 
> 6,5 m Sd-Wert ist sicher genug (wenn das Haus wirklich n < 0,6/h dicht
> ist) um das Stroh ganz trocken zu halten. Tauwasser, das wäre schon
> ein Extrem, es is klar, das es nicht gelingt, aber auch erhöhte
> Luftfeuchtigkeit in der Isolierung ist nicht gut. Wieviel es schadet, dazu
> musste man aber die wirkliche Lambda-werte für solche Bedinungen kennen.

Wir haben im Projekt Haus der Zukunft versucht, eine lambda-Prüfung mit
feuchtem Stroh vorzunehmen. Dazu wird der Strohballen (oder ein Teil davon)
in einem Schrank mit 90% Luftfeuchtigkeit aufbewahrt, bis das Stroh keine
Feuchtigkeit mehr aufnimmt. Das hält erwartungsgemäß Stroh aber nicht aus.
Das Resultat waren Schwammerln (Pilze), Moder und zum Teil kompostiertes
Stroh.
In einem Nachfolgeprojekt soll nun nächstes Jahr ein großes (400m2) Gebäude
errichtet werden, das S-House, das in einer Langzeitstudie den lambda-Wert
in der Praxis misst. Derzeit läuft dafür die Planung. In Kombination mit
einem EU-Life-Projekt und mit Unterstützung der Niederösterreichischen
Landesregierung wird es dann ab nächstem Jahr errichtet.
Mehr dazu auf der Seite der GrAT: http://www.grat.tuwien.ac.at/ unter Nawaro
> S-House.
 
> 
> sonnige Grüße,
> Jenik
> 
> PS.
> ich bin noch neugierig, ob die erste Bildvariante (Apple file) konnte
> nicht ins PostScript als vektor-grafik konvertiert sein, dann würde es
> kleiner sein als jpeg. Mit meiner unix convert konnte ich nichts mit dem
> ersten Format tun.

Die beiden Files sind eine automatische Generierung von Outlook für Mac und
Windows und können auf diesen Systemen nur entweder oder gelesen werden.
Theoretisch kann ich auch auf Unix einstellen. Ob´s dann kleiner wird,
bezweifle ich aber. Das gesendete JPG hat eine Auflösung von 600 x 400 px
bei 150 dpi. Daher die Größe.

Liebe Grüße,
Herbert Gruber

PS: Habt Ihr schon ein weiteres Strohballenhaus in Cz errichtet, außer dem,
das ich in der EU-Galerie habe? Gibt es auch eine Galerie auf Eurer
Homepage? Wenn ja, wie komm ich dort hin?